Sozialarbeiter in die Schulen

VON NORBERT RAMME, 17.04.07


Die Suche nach Lösungen bei der Jugendgewalt ist eine unendliche
Geschichte. Patentrezepte hat keiner. Das hat die Diskussion beim
Dellbrücker Forum gezeigt. Doch der Forderung nach einer besseren
Vernetzung in den Stadtteilen müssen Taten folgen.
Sicher sind da die Schulen, hier vor allem die Haupt- und Förderschule
(früher: Sonderschule) gefordert. Doch viele Lehrer fühlen sich
angesichts massiver Gewaltprobleme auf Schulhöfen und in Klassenräumen
überfordert und allein gelassen. Streitschlichter-Programme sind ein
vernünftiger Ansatz. Polizeipräsenz in den Schulen auch. Am wichtigsten
sind aber Schulsozialarbeiter, die in Konfliktfällen eingreifen und mit
allen Beteiligten Lösungen erarbeiten können. Sie sind noch viel zu
selten und könnten sicherstellen, dass die Lehrer wieder mehr Zeit für
den „normalen“ Unterricht haben. Allerdings müssen diese
Sozialarbeiter auch anpacken und sich nicht damit zufrieden geben, dass
ein jugendlicher Intensivtäter locker mit ihnen plaudert. So erreicht
man vielleicht den Einzelnen, aber man erreicht nichts für die
Allgemeinheit. Kinder und Jugendliche brauchen Respekt und Anerkennung.
Aber auch Grenzen. Und einige brauchen da einen ganz engen Karton