NRW-Integrationsminister für gemeinsame Leitkultur

 
Köln (epd). Der nordrhein-westfälische Integrationsminister Armin
Laschet (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, dass auch Zuwanderer sich
mit ihren Werten in die deutsche Gesellschaft einbringen. «Wir
brauchen eine gemeinsame Leitkultur», sagte Laschet am Mittwochabend
in Köln. Dabei müsse das Grundgesetz die Basis sein. «Es kann niemand
seine Frau schlagen und sagen, das ist in meiner Kultur üblich»,
unterstrich der CDU-Politiker.
Integration sei dann erfolgreich, «wenn jeder, der hier lebt,
gleichberechtigte Chancen in dieser Gesellschaft hat», sagte der
Minister. Dazu müsse die Sprachförderung für Kinder aus
Zuwandererfamilien schon ab dem vierten Lebensjahr beginnen. Ohne
ausreichende Deutschkenntnisse hätten Migrantenkinder später in der
Schule und auf dem Arbeitsmarkt schlechtere Chancen.
Mit Blick auf den Hilferuf der Lehrer der Berliner Rütli-Schule
warnte Laschet vor einem Auseinanderbrechen der Gesellschaft. Wenn
Integration nicht langfristig gelinge, «dann sind das kleine
Geplänkel, die wir in Berlin erleben». (04206/6.4.2006)
epd lwd jup