Das Dellbrücker Forum fragt: Welche Eliten braucht das Land?


"Eine Wissensgesellschaft benötigt ein hohes Maß an Bildung für alle Menschen, und sie benötigt mehr hochqualifizierte AkademikerInnen. Bisher wird das Bildungspotenzial nicht ausreichend ausgeschöpft. Der Anteil der Jugendlichen, die sich für ein Studium entscheiden, liegt in Deutschland bei 28 Prozent. Dies ist im Vergleich zu Ländern wie den USA (44 Prozent), Israel (49 Prozent) und Finnland (58 Prozent) sehr gering. Darüber hinaus hat sich der Anteil der Studierenden aus den bildungsfernen Schichten seit 1982 von 23 auf 13 Prozent verringert. Nur 3 Prozent der Studierenden sind MigrantInnen oder Kinder von MigrantInnen."

Diese Beschreibung unserer Wissensgesellschaft stammt von  Reinhard Loske (Bundestagsabgeordneter Bündnis 90/Grüne). Er wird neben anderen DiskussionsteilnehmerInnen am  Montag, 26. April, 20.00 Uhr, in der Christuskirche Dellbrück, Bergisch-Gladbacher Str.848, versuchen, die von Arnd Henze (WDR-Journalist, Leiter und Initiator des Dellbrücker Forums) gestellte Frage "Welche Eliten braucht das Land?" zu beantworten.

An diesem Streitgespräch sind neben Loske auch beteiligt:
Hannelore Kraft, Ministerin für Wissenschaft und Forschung, NRW
Christiane Konegen-Grenier  vom Institut der Deutschen Wirtschaft
Klaus Holz vom  Evangelischen  Studienwerk e.V. Villigst, einem Begabtenförderungswerk der Evangelischen Kirchen in Deutschland.
Dessen Selbstbeschreibung beginnt folgendermaßen: "Das Evangelische Studienwerk e.V. Villigst fördert begabte evangelische Studierende und Promovierende aller Fachrichtungen an wissenschaftlichen, künstlerischen und pädagogischen Hochschulen sowie Fachhochschulen. Ausgehend von individueller Begabung wollen wir unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten befähigen, zentrale Aufgaben an den Schnittpunkten von Gesellschaft, Wissenschaft und Kirche verantwortlich und kompetent wahrzunehmen."

Brauchen wir solche Eliten - oder andere?

Noch einmal ein Stimme zum Evangelischen Studienwerk e.V. Villigst:  "Es hat mich immer fasziniert, wie unaufdringlich das Studienwerk lebendige Impulse auf die aktuellen Fragen der jungen Generation vermitteln kann. Es macht durch seine gesamte Praxis glaubhaft, dass die christliche Botschaft in der heutigen Zeit vor allem auch im intellektuellen Bereich Folgen hat."  Dies sagt Renate von Heydebrandt, ehemalige Stipendiatin, die heute als Professorin für Germanistik an der Universität München lehrt.